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Anwendungstechnik & Produktmanagement

Im Bereich Anwendungstechnik und Produktmanagement arbeiten hauptsächlich Kolleginnen und Kollegen mit Erfahrung im bodenlegenden Handwerk. Sie unterstützen unsere Kunden in technischen Fragen und begleiten Neuentwicklungen bis zur Marktreife.

Interviews

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Jens Bader, Anwendungstechniker Uzin

Was machen Sie, was sind Ihre Aufgaben, und wie lange sind Sie dabei?

Seit 8 Jahren bin ich hier bei Uzin Utz in der Anwendungstechnik tätig. Meine Hauptaufgaben sind Kundenschulungen durchzuführen, Tests zu machen, Beratung vor Ort oder telefonisch vorzunehmen, Baustellentermine vor Ort wahrzunehmen und Produkteinweisungen durchzuführen. Letztes Jahr waren so zirka 1000 Kunden bei unseren Schulungen hier in Ulm, denen wir die Neuprodukte vorgestellt und ihnen Kniffs und Tricks vermittelt haben. Der Großteil meiner Arbeit besteht aber wirklich darin, zusammen mit der Entwicklung neue Produkte zu entwickeln oder bestehende Produkte zu verbessern. 

Wie läuft so ein Produkttest genau ab?

Das Labor entwickelt einen Klebstoff oder eine Spachtelmasse in Laborherstellung und sendet uns, nach dem Abschluss der internen Labortest einen Prüfauftrag zum Test, auf handwerkliche Tauglichkeit. Wir testen diese Produkte dann in einem Kleintest bei uns in der Technik. Bei einem positiven Ergebnis, erfolgt anschließend durch uns eine schriftliche Freigabe für eine Versuchsproduktion in der Produktion. Hier wird dann zum ersten Mal, eine größere Menge des Produktes produziert. Nach einer erneuten Prüfung der Versuchsproduktion, gehen wir mit dieser zu ausgesuchten Handwerkskunden und testen dieses auf der Baustelle und holen uns  das Feedback unserer Handwerkskunden ein.  Wir schauen bei so einem Test also wirklich gemeinsam mit dem Handwerker, ob das Produkt den Bedarf erfüllt.

Was haben Sie gelernt?

Ich habe Raumausstatter gelernt, aber dann hat es mich immer mehr zum Holz hingezogen und so habe ich meinen Parkettlegermeister gemacht. Deswegen mache ich jetzt auch in erster Linie die Klebstoffprüfung im Parkettbereich. Letztes Jahr, hab ich in der Abendschule eine kaufmänische Weiterbildung zum Betriebswirt des Handwerks zusätzlich zu meinen erlernten Beruf durchgeführt bzw. abgelegt. 

Warum haben Sie den Schritt vom Handwerk zur Industrie gemacht?

Mein Vater hat einen Handwerksbetrieb, in dem ich auch gelernt habe. Ich war mit meinem Vater früher immer auf der Baustelle und bin quasi mit den Uzin-Eimern aufgewachsen. Ich fand es schon immer faszinierend, wenn er Probleme hatte und dann in der Technik bei Uzin angerufen hat und der Anwendungstechniker gekommen ist. Ich hab hier wirklich meinen Traumberuf. Ich hab mich schon seit Kindesbeinen an immer in diese Richtung orientiert.

Wie sieht Ihr Kundenkontakt genau aus?

Wenn die Kunden bei uns in der Anwendungstechnik anrufen, stehen sie meist schon auf der Baustelle und finden dort Problemuntergründe vor. Wir sind immer zwei technische Kollegen am Telefon, die dann versuchen, Vorabhilfe zu leisten. Meistens funktioniert das auch. Manchmal ist es aber trotzdem notwendig, dass ein Außendiensttechniker hinfahren und sich die Sache vor Ort ansehen muss. Es ist ein sehr enges Verhältnis zwischen der Anwendungstechnik und den Handwerkern. Den Handwerkern die Arbeit zu erleichtern, ist unsere Hauptaufgabe. 

Wir erstellen sogar schriftliche Aufbauvorschläge, wenn ein Kunde ein Objekt hat, das er bearbeiten möchte. Er erklärt uns dann, welchen Untergrund er hat und was er genau vorfindet. Wir erstellen dann speziell objektbezogen den Vorschlag, nachdem der Kunde vorgehen kann. Wir bieten ihm quasi eine Rundumversorgung und liefern die Produkte so, dass er seine handwerkliche Arbeit sauber und reklamationsfrei durchführen kann. 

Wie groß ist Ihr Team?

Wir sind 9 Leute in der Anwendungstechnik im Innendienst in Ulm. Wir haben einen super Teamgeist, es macht sehr viel Spaß hier zu arbeiten. Jeder hilft jedem, es ist ein Zusammenhalt, wie in einer ganz großen Familie. Und das ist das, was ich schätze, der Zusammenhalt und das familiäre im Team. Aber auch auf das ganze Unternehmen bezogen ist das so. Es besteht mit den Abteilungen, mit denen wir zusammenarbeiten ein sehr enges Verhältnis, wir haben kurze Wege, ein kurzer Austausch, das ist echt hervorragend.

Welche Fähigkeiten muss man mitbringen?

Man braucht ein sehr gutes Gespür für die Produkte, um auch die kleinsten Veränderungen von dem Produkt bei der handwerklichen Überprüfung feststellen zu können. Das gute Gespür ist die Voraussetzung.

Wie ist das Feedback der Handwerker zu Uzin Utz?

Die Handwerkskunden schätzen unser Unternehmen sehr, da sie wissen, dass sie schnelle Hilfe bei Problemen bekommen. Das ist für viele mit dafür entscheidend, dass sie unsere Produkte kaufen. Auch der enge persönliche Draht zum Handwerker durch die Kundenschulungen oder durch gemeinsame Testbaustellen wird sehr geschätzt. Dadurch besteht immer ein enger Austausch. Die Handwerker rufen uns an, wir sprechen über die Produkte, wie sie sie finden und was wir verbessern können. Das gibt uns wahnsinnig wichtiges Feedback, das wir gleich an die Entwicklung weitergeben können.

Was möchten Sie noch loswerden?

Ich bin stolz in so einem Unternehmen arbeiten zu dürfen. Ich gehe jeden morgen gerne zur Arbeit und mir macht es wahnsinnig viel Spaß. 

 

Das Interview wurde im Jahr 2012 geführt.

Thomas Schneider, Leiter internationales Produktmanagement

Was machen Sie, was sind Ihre Aufgaben, und wie lange sind Sie dabei?

Ich bin seit fast 5 Jahren im Unternehmen, ich wurde damals als Schulungsleiter eingestellt, nach nur 9 Tagen fand direkt eine Umstrukturierung statt, so dass ich dann zu 50% die Schulungsleiterposition mit aufgebaut habe und zu 50% die Technik international mit betreuen durfte. 

Irgendwann wurde die Stelle des internationalen Produktmanagers frei und seither verantworte ich zu 50% die Technik und zu 50% das Produktmanagement international, was sehr eng miteinander verbunden ist. 

Welche Länder betreuen Sie?

Wir haben weltweit 23 Tochtergesellschaften, welche das Produktmanagement Uzin betreut. Anwendungstechnisch unterstützt werden die Kollegen im Ausland hauptsächlich von Frank Zaumsegel und mir.

Was heißt Technik?

Technik bedeutet zum einen den Ländern das technische Know-How bei Produkteinführungen zu geben, sie bei Schulungen zu unterstützen und die Tests in den Ländern zu begleiten. 

Zum anderen heißt Technik, den Austausch der Techniker untereinander zu fördern. In jeder Tochtergesellschaft gibt es einen technischen Verkäufer. Ich habe ein enges Netzwerk aus 20-25 reinen Technikern gegründet, in dem wir uns treffen, informieren und abstimmen. 

Was heißt Produktmanagement international?

Beim Produktmanagement internationalisieren wir unsere Produkte und stimmen sie auf die speziellen Gegebenheiten der Länder ab. Man muss z.B. die Verpackungseinheiten den Ländern anpassen, in einigen Ländern darf man nur 20kg Säcke benutzen, in anderen nur 10kg Eimer. Beim nächsten sind eher dünnflüssige Klebstoffe gefragt, beim anderen dickflüssige Konsistenzen. Da versuchen wir einen Mittelweg zu finden. 

Außerdem kreieren und gruppieren wir für die Länder z.T. auch neue Arbeitsstoffe, die wir hier in Deutschland gar nicht kennen. Wir laden die Techniker mit Ihren Referenzmaterialien aus den Ländern zu uns ein, und entwickeln dann gemeinsam in Ulm die Materialien und Arbeitsstoffe, damit diese später auch wirklich an die internationalen Bedürfnisse angepasst sind, und eben nicht nur aus Sicht eines deutschen Handwerkers entwickelt wurden. 

Sie sind ja eigentlich Raumausstatter, warum haben Sie sich dafür entschieden, etwas ganz anderes zu machen und Schulungsleiter bei Uzin Utz zu werden?

Nach 15 Jahren als Raumausstatter-Meister wollte ich einfach mal wieder was Neues machen und genau das hat mir das Unternehmen geboten. In kurzer Zeit bin ich hier vom Schulungsleiter über Produktmanager und internationales Produktmanagement bis zur internationalen Technik gekommen. Und die Türen sind offen, um noch viel mehr Neues zu machen. 

Was würden Sie sagen, zeichnet die Uzin Utz AG gegenüber Ihrem vorherigen Arbeitgeber aus?

Man kann einen Handwerksbetrieb schlecht mit der Industrie vergleichen. Das sind zwei Uhrwerke, die komplett verschieden laufen, aber sich irgendwo in der Mitte dann doch wieder treffen. Ich finde es sehr spannend, wie wir als großes Industrie-Unternehmen es schaffen, diesen nahen Kontakt zum Handwerker zu behalten, obwohl wir ganz anders ticken hier. 

Sie geben ja auch Schulungen, wie ist das Feedback der Handwerker zum Unternehmen und zu den Schulungen?

Die finden es gut, dass wir noch diesen familiären Charakter haben und sehr nah am Handwerk sind. Manchmal sagen auch Stimmen:“Ihr seid doch Industrie“ was soviel heißt wie, auf der Baustelle sieht's doch ganz anders aus, ihr schult hier in einer kleinen heilen Welt. Aber im Großen und Ganzen hören wir eigentlich weltweit, dass wir ein tolles und vor allem kundennahes Unternehmen sind. 

Gibt es auch ein Land in dem Sie am liebsten arbeiten?

Nein, da müsste ich lügen. Es macht überall Spaß, denn es sind überall nicht nur Kollegen sondern auch Freunde, die ich besuche. Das Tolle ist, man kommt nicht als Tourist und kratzt an der Oberfläche, sondern man kommt in die Familien rein, an Orte, an die man sonst nie hinkommen würde. Egal ob man ins Hinterland nach Russland fährt, oder in den Polarkreis oder in die Prärie nach Denver. 

Möchten Sie noch etwas loswerden?

Ich mache den Job wirklich mit Leidenschaft, er ist superspannend und man spürt diese Leidenschaft auch bei allen Kollegen. 

 

Das Interview wurde im Jahr 2013 geführt. Inzwischen ist Herr Schneider Area Director USA & Africa.

Valentin Zeiler, Anwendungstechniker Uzin

Seit wann sind Sie bei der Uzin Utz AG tätig? In welcher Funktion sind Sie tätig?

Im November 2013 habe ich als Anwendungstechniker im Bereich Forschung & Entwicklung begonnen. Seit Sommer 2015 hat sich mein Aufgabengebiet erweitert und ich betreue im Export die Länder England, Frankreich, Skandinavien und die USA.

Wie ist Ihr Werdegang?

Nach meinem Abitur bin ich zum Zivildienst gegangen. Danach habe ich eine Ausbildung zum Raumausstatter absolviert und eine Weiterbildung zum Raumausstattermeister gemacht. Anschließend war ich in einem Handwerksbetrieb als Raumausstattermeister angestellt und bin jetzt als Anwendungstechniker bei der Marke Uzin tätig. Seit September 2014 mache ich neben dem Beruf ein Fernstudium zum Bachelor of Arts in Business Administration.

Was macht Ihnen besonders Freude an Ihrer Tätigkeit?

Besonders gefällt mir, dass ich selbständig arbeiten kann, sowie der abwechslungsreiche Arbeitsalltag mit verschiedenen Aufgaben, die ich zu bewältigen habe. Es macht mir Spaß unsere Kunden zu betreuen - im Inland sowie im Ausland. Ich habe das Glück, dass ich aufgrund meiner Tätigkeit die Möglichkeit habe, auch öfters geschäftlich im Ausland arbeiten zu können.

Wie kann man sich einen typischen Arbeitstag von Ihnen vorstellen, was sind Ihre Aufgaben?

Wie bereits erwähnt, ist mein Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich, einen typischen Arbeitstag gibt es nicht. Zu meinen Aufgaben gehören die Durchführung von Produkttests, um neue Produkte zu entwickeln oder bestehende zu verbessern, die Beratung von Kunden und Verkäufern und die Schulung ausländischer Kundengruppen.

Wie meistern Sie es neben dem Job noch ein Fernstudium zu absolvieren?

Dass das Fernstudium kein Zuckerschlecken wird, war mir im Vorhinein bewusst. Wichtig ist es hierbei immer konsequent und diszipliniert zu bleiben. Es gibt durchaus stressige Phasen, vor allem vor den Klausuren und den Abgabeterminen der Hausarbeiten. Wenn ich dann noch geschäftlich im Ausland unterwegs bin, wird es auch nicht leichter. Da ich sehr ehrgeizig bin und es meine persönliche Entscheidung war mich nochmals weiterzubilden, nehme ich den Aufwand sehr gerne in Kauf.

Sie sind oft im Ausland unterwegs, möchten Sie mehr darüber berichten?

Es gibt Phasen, in welchen ich mal mehr und mal weniger im Ausland unterwegs bin. Das hängt immer davon ab, welche Themen gerade aktuell sind. Letztes Jahr wurde in den USA unser neues Werk eröffnet. So kam es dazu, dass ich innerhalb kürzester Zeit viermal in der USA war, um dort die Produktionskonstanz zu überprüfen. Das war natürlich eine sehr tolle Erfahrung. Außerdem war ich im Nahen Osten, Dänemark, Polen und England. Anlässe um im Ausland zu arbeiten sind anliegende Produkttests, Wettbewerbsvergleiche oder Schulungen. Anfang Mai fliege ich nach Island, um eine Kundenschulung durchzuführen. Darauf freue ich mich sehr, da ich gespannt bin wie dort gearbeitet wird und was die Bedürfnisse unserer Kunden sind. Egal wohin ich reise, es ist immer wieder interessant zu sehen, dass jedes Land seine eigene Regeln und Widrigkeiten hat.

Welcher der 6 Werte der Uzin Utz AG steht bei Ihnen an erster Stelle?

Durch meine Tätigkeit lebe ich den Wert Internationalität. Aber durch die Möglichkeit, mich persönlich in Form eines Fernstudiums weiterzubilden, was mir für meine Zukunft sehr wichtig ist, steht für mich der Wert Perspektiven an erster Stelle.

Was möchten Sie noch loswerden?

Ich bin jetzt zweieinhalb Jahre bei der Uzin Utz AG tätig und kann nach so kurzer Zeit sagen, dass wir im gesamten Konzern ein super Team sind!

 

Das Interview wurde im April 2016 geführt.