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Interviews

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Matthias Grafe, Bereichsleiter Vertriebsinnendienst | Vertriebssteuerung Konzern

Bitte stellen Sie sich unseren Leserinnen und Lesern kurz vor

Mein Name ist Matthias Grafe und ich bin gebürtig aus Wolfratshausen bei München. In Ulm bin ich zur Schule gegangen und habe nach meiner mittleren Reife das Abitur gemacht. Nach meiner Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Uzin Utz AG, habe ich mich nebenberuflich zum Betriebswirt qualifiziert. Aktuell bin ich als Bereichsleiter Vertriebsinnendienst | Vertriebssteuerung Konzern tätig und begleite neben dieser Aufgabe einige firmeninterne Projekte.

Warum haben Sie sich für die Uzin Utz AG als Arbeitgeber entschieden?

Vor zwanzig Jahren war die Uzin Utz AG noch deutlich kleiner und mit rund 300 Mitarbeitern noch nicht so bekannt wie heute. Demzufolge bin ich über ein Stellenangebot vom Arbeitsamt auf meinen Ausbildungsplatz aufmerksam geworden. Meine Karriere in einem mittelständischen Unternehmen zu starten reizte mich sehr. Ich war überzeugt dass ich mich hier verwirklichen kann. Flache Hierarchien ermöglichen Handlungsfreiheit und Weiterentwicklung. Als stark wachsendes Unternehmen sind wir mittlerweile in 49 Ländern aktiv und es arbeiten rund 1200 Kolleginnen und Kollegen in der Unternehmensgruppe. Es hat sich also seither einiges getan und ich konnte aktiv an diesem Wachstum mitwirken und teilhaben. Das macht mich sehr stolz.

Wie sah ihr bisheriger Weg bei der Uzin Utz AG aus – beginnend beim ersten Tag im Unternehmen bis heute?

Mein Werdegang ist bunt und ich habe in den vergangenen Jahren einige Positionen durchlaufen. Nach meiner Ausbildung war die erste Station der Kundenservice. Ein weiterer wichtiger Meilenstein war meine Funktion als Projektmanager SAP Anwendungen. Hier habe ich mir ein breites Basiswissen und Prozessverständnis angeeignet und der Vorstand wurde durch bestimmte Projekte auf mich aufmerksam. Dies hatte zur Folge, dass mir vor 11 Jahren der Aufbau der Abteilung Vertriebssteuerung anvertraut wurde und ich mich in einer völlig neu geschaffenen Stelle  beweisen konnte. Mittlerweile bin ich als Bereichsleiter Vertriebsinnendienst und Vertriebssteuerung Konzern der Kopf eines 20-köpfigen Teams.

Wofür tragen sie in Ihrer Abteilung die Verantwortung?

Als Bereichsleiter Vertriebsinnendienst bin ich verantwortlich für den Kundenservice In- und Ausland. Dies umfasst den gesamten Kundenprozess. Vom Angebot zu Auftragseingang bis hin zur Auslieferung und zur Rechnungsstellung. Im Bereich Vertriebssteuerung verantworte ich das Reporting für rund 120 Vertriebskolleginnen und Kollegen. Weitere Schwerpunkte sind dabei das Preiscontrolling, die Durchführung und Gestaltung des Pricings sowie der Betrieb und die Weiterentwicklung unseres CRM Systems. Darüber hinaus bin ich für unsere Servicecenter verantwortlich. Diese dienen als BackOffice für den Vertrieb, um unter anderem auch Kundenschulungen zu organisieren.

Erzählen Sie uns ein bisschen mehr über Ihr Team und Ihre Aufgaben.

Wie eingangs schon erwähnt, sind wir ein sehr stark wachsendes Unternehmen und unsere Unternehmensstrategie besagt 400 Mio. Euro Umsatz bis zum Jahr 2019. Die logische Konsequenz daraus ist die Weiterentwicklung meines gesamten Bereichs. Neben der Unterstützung von diversen Projekten, wie z.B. Digitalisierungsthemen in der Auftragsannahme, Kundenstammdatenentwicklung und Kundenfokussierung, liegt meine Hauptaufgabe natürlich in der Personalführung. Ich habe ein sehr heterogenes Team, aller Altersklassen. Zwei meiner Kolleginnen und Kollegen arbeiten bereits seit über 35 Jahren bei der Uzin Utz AG. Sieben Teammitglieder absolvierten bereits die Ausbildung bei uns. Diese Mischung aus erfahrenen sowie sehr jungen Kolleginnen und Kollegen, weiß ich sehr zu schätzen.

Welche Herausforderungen meistern Sie im Moment?

Die größte Herausforderung ist die Entwicklung unterschiedlichster Jobsharing-Modelle. Da wir auf junge Eltern nicht verzichten möchten und auch nicht können ist es ganz wichtig, vernünftige Lösungen zu finden, um den Wiedereinstieg nach der Elternzeit bestmöglich zu gestalten. Dies ist zwar wie gesagt eine Herausforderung, der ich mich aber gerne stelle. Aus eigener Erfahrung und als Vater eines dreijährigen Sohnes weiß ich, wie wichtig es ist ein ausgewogenes und erfülltes Leben zu führen. Eine gute Balance ist daher eine  Herzensangelegenheit für mich.

Welche Kompetenzen sind für die Mitarbeit in Ihrem Bereich gefragt?

Mir ist es sehr wichtig, dass alle eigenverantwortlich und selbständig arbeiten. Ein hohes Gespür für die Bedürfnisse unserer Kunden und natürlich auch die Freude am Umgang mit den Kunden sind Grundvoraussetzung an der Mitarbeit in meinem Team. Genaues Arbeiten sowie ein gewisses Maß an organisatorischem Talent ist dabei unumgänglich.

Was würden Sie heute anders machen?

Nicht viel, es ist alles gut so wie es ist. Ich kann meine Fähigkeiten jeden Tag unter Beweis stellen und mich nach wie vor weiter entwickeln. Unsere wertschätzende Unternehmenskultur ist einzigartig und ich bin dem Unternehmen seit vielen Jahren loyal verbunden. Eine Sache würde ich aus heutiger Sicht allerdings anders machen: Ich würde einige Zeit meines Lebens gerne im Ausland verbringen. Ich beneide die Studierenden und Berufseinsteiger sehr um diesen Erfahrungsschatz. 

Was möchten Sie abschließend gerne sagen?

Uzin Utz bedeutet für mich, jeden Morgen mit Freude zur Arbeit zu gehen und jeden Tag in einem sehr hohen Freiheitsgrad die Weiterentwicklung des Bereichs gestalten zu können und Teil eines erfolgreichen Teams zu sein.


Das Interview wurde im Mai 2017 geführt.

Jens Schimmel, Area Direktor

Was macht die Arbeit als Area Direktor bei der Uzin Utz AG besonders interessant? Was genau sind die Aufgaben in dieser Position? Über diese und weitere Fragen habe ich mich mit Jens Schimmel unterhalten, der seit gut einem Jahr für unsere Unternehmensgruppe tätig ist.

Hallo Herr Schimmel, bitte stellen Sie sich unseren Leserinnen und Lesern kurz vor:

Mein Name ist Jens Schimmel (44) und ich komme gebürtig aus Hessen. Nach meinem Studium zum Diplom-Kaufmann in Marburg und Gießen blicke ich auf eine 18-jährige Laufbahn bei AkzoNobel zurück. Dort war ich im Bereich Bauklebstoffe zunächst als Assistent des Business Unit-Managers und anschließend als Business Development & International Marketing Manager tätig. Meine nächste Etappe war die sechsjährige Tätigkeit als CFO der Casco/Schönox. Dort verantwortete ich die Ressorts Finanzen, Controlling, IT, und Strategie. Nach dieser Zeit war es mein Wunsch, in die direkte Geschäftsverantwortung zu wechseln, und ich übernahm ich die Leitung des Geschäfts in Nord- und Osteuropa. Nach dem Verkauf des Unternehmens an SIKA hat sich dessen Charakter sehr verändert und ich bin sehr glücklich, bei der Uzin Utz AG eine neue berufliche Heimat gefunden zu haben!

Mein Privatleben verbringe ich natürlich sehr gerne mit meiner Frau und meinen Kindern. Sie sind vier und sieben Jahre alt. Die berufliche Veränderung hat uns von Münster in den Stuttgarter Raum geführt. Hier fühlen wir uns sehr wohl, was sicherlich auch daran liegt, dass meine Frau aus der Gegend stammt. Es ist aber auch einfach eine schöne Region und die Nähe zu den Bergen und nach Italien macht sie zusätzlich attraktiv. Ich hoffe nur noch, dass wir zu Hause weiterhin Hochdeutsch sprechen, bin aber nicht sicher, wie gut das bei allen funktionieren wird.


Warum haben Sie sich für die Uzin Utz AG als Arbeitgeber entschieden?

Neben der klaren Profistrategie haben mich die Vielfalt der starken Marken und der Wille des Unternehmens, in Wachstum zu investieren, gereizt. Außerdem besitzt Uzin Utz einen erstklassigen Ruf in der Branche und wird vom Wettbewerb zum Beispiel wegen der herausragenden Klebstofftechnologien bewundert. In diesem Umfeld wollte ich gerne und mit vollem Engagement zum Unternehmenserfolg beitragen.

Was ich von außen allerdings nur eingeschränkt beurteilen konnte, waren die Unternehmenskultur und der „Geist“ des Unternehmens. Den „Spirit“  kenne ich nun besser, schätze ihn sehr und bin froh, mit so vielen engagierten, kompetenten, kreativen und netten Kolleginnen und Kollegen arbeiten zu können. Das gilt für Deutschland in gleicher Weise wie für unsere internationalen Standorte.


Um welche Länder kümmern Sie sich?

Skandinavien, UK, Belgien, Polen, Tschechien sowie die Exportgeschäfte von dort.


Wofür sind Sie in Ihrer Funktion (genau) verantwortlich und welche Aufgaben haben Sie?

Meine Funktion ist zumindest als „Hauptamt“ neu und die Schaffung dieser Organisation hat das Ziel, eine wirksame, international ausgerichtete Führungsstruktur zu etablieren. Es geht darum, dass wir uns vom deutschen Unternehmen mit Auslandgeschäft zu einem  internationalen Unternehmen entwickeln. Neben der Führungsstruktur müssen wir auch Prozesse und Systeme noch internationaler ausrichten, so haben wir beispielsweise im letzten Jahr die Entwicklungssteuerung durch regionale Produktausschüsse internationaler  aufgestellt. In anderen Themenfeldern müssen wir uns noch besser auf die globalen Herausforderungen einstellen. So könnte beispielsweise ein etwas angepasstes Transferpreissystem internationale Wachstumsimpulse schaffen.

Der Kern meiner Aufgabe ist es, die Landesgesellschaften in dem Sinne zu steuern, dass wir die Unternehmensstrategie in eine regionale Wachstumsstrategie übersetzen und das Geschäft aller Marken erfolgreich weiterentwickeln.  Es geht darum, die Verbindung zu schaffen zwischen Business Units, Vorstand und Landesgesellschaften um sicherzustellen, dass wir die richtigen Entscheidungen für den Konzern treffen.

Es ist also eine Rolle mit Führungsanspruch, aber die Verantwortung für das Landesgeschäft liegt weiterhin ganz klar bei den jeweiligen Geschäftsführern. Diese sind es gewohnt, sehr frei zu arbeiten, und daran wird sich auch nichts ändern. Dennoch üben wir eine gewisse Steuerung aus, um wirksam und vor allem koordiniert als internationales Unternehmen zu agieren.

Entscheidend ist allerdings, wie man die Steuerung ausübt und mit welcher Philosophie man führt. Ich sehe mich als Diskussionspartner für die Geschäftsführer und möchte meine internationale Expertise als Coach und Sparringpartner einbringen. Es macht mir Spaß, Fragen zu stellen, neue Blickwinkel zu eröffnen und auf diese Weise neue Wege zu finden, um unser internationales Geschäft kontinuierlich und nachhaltig weiter zu entwickeln.

Abschließend ist es ein wichtiger Teil meiner Rolle, „meine“ Geschäftsführer in Ulm, Würzburg und Ilsfeld gut zu vertreten und als Verstärker für ihre Interessen da zu sei.


Was war für Sie bisher ein besonderes Highlight und gab es auch besondere Herausforderungen?

Ein Highlight ist der Aufbau unserer skandinavischen Organisation. Es macht unheimlich viel Spaß, eine Organisation aufzubauen, die richtigen Menschen zu finden und die Entwicklung aktiv zu gestalten. In Dänemark haben wir schon viel erreicht und beispielsweise im Juni 30 % mehr Umsatz als im Vorjahr erzielt. Auch in Norwegen haben wir bereits wichtige Veränderungen herbeigeführt und werden im Laufe des vierten Quartals unser Team vervollständigen, so dass wir ab dem nächsten Jahr ein deutliches Wachstum erwarten können. In den übrigen nordischen Ländern läuft das Geschäft ebenfalls gut und wir sind in den ersten sechs Monaten in Skandinavien insgesamt um 15 % gewachsen. Wir schaffen also Schritt für Schritt und konsequent die notwendigen Strukturen, um die Ziele unserer Wachstumsstrategie „GOLD“ zu erreichen.

Ein anderes Highlight ist es für mich, dass ich seit kurzem wieder in Polen und Tschechien arbeiten kann. Ich schätze die Kulturen dieser Länder sehr und ich mag die Menschen. Gleichzeitig bin ich mir sicher, dass wir dort gemeinsam mit den Geschäftsführern durch ein paar wirksame Veränderungen unser Geschäft noch erfolgreicher machen können.

Die größte Herausforderung meiner Aufgabe ist die Etablierung der Organisation an sich, denn diese Steuerungsfunktion gab es bisher in der Unternehmensgruppe noch nicht. Daher sind die enge Abstimmung mit dem Vorstand und der Rückhalt von dort, um die notwendigen Entscheidungen treffen zu können, besonders wichtig.

Ich hoffe, es ist zu spüren, dass ich viel Spaß an der Aufgabe habe. Ich werde mich jedenfalls anstrengen, gemeinsam mit den Geschäftsführern und Hand in Hand mit den Markenverantwortlichen das Geschäft erfolgreich weiter zu entwickeln.



Das Interview wurde im Juli 2016 geführt.

Tanja Peter & Verena Wilms, Abteilungsleiterinnen Zentrales Marketing

Geballte Frauenpower – wenn zwei Frauen sich die Führung teilen.

Zwei Frauen - unterschiedliche Charaktere und Kompetenzen. Verena Wilms und Tanja Peter ergänzen sich wahrscheinlich gerade deshalb nahezu perfekt. Die beiden teilen sich seit mittlerweile einem Jahr eine Führungsposition als Abteilungsleiterinnen des Zentralen Marketing. Nach dieser Zeit können sie eine Erfolgsbilanz ziehen.

Kennengelernt haben sich die beiden Frauen während ihrer beruflichen Laufbahn im Unternehmen. Nach ihrem dualen Studium zur Diplom Betriebswirtin und einer Station bei Legoland Günzburg startete Verena Wilms im Jahr 2010 ihre Laufbahn bei der Uzin Utz AG. Als Veranstaltungsmanagerin organisierte und koordinierte sie alle Messen und übernahm 2011 die Abteilungsleitung Marketing Services. Tanja Peter, Mutter von zwei Mädchen (13 & 14 Jahre),  war zu diesem Zeitpunkt Sekretärin des Vorstands und blickte bereits auf eine siebenjährige Assistenzzeit und 14 Jahre im Unternehmen zurück.

Der Wunsch auf Veränderung wurde bei Tanja Peter immer deutlicher. Thomas Müllerschön erkannte Ihre Kommunikationsstärke und unterstützte sie auf ihrem Weg zur internen Weiterentwicklung. Mitte 2013 erhielt sie die Möglichkeit,  die Unternehmenskommunikation zu verantworten.

In Ihrer jeweiligen Funktion teilten sich die beiden ein Büro und lernten sich näher kennen und fanden schnell einen guten Draht zueinander. Dies war der Anfang einer kollegial-freundschaftlichen Beziehung, die den Arbeitsalltag bestimmte. Beruflich hatten beide ein klares Ziel vor Augen: sich mit den bisherigen Erfahrungswerten und den fachlich erworbenen Qualifikationen bei Uzin Utz zu etablieren.

Im Interview erzählen die Beiden, wie es zu dieser Doppelspitze kam und was dabei die Herausforderungen sind.

Warum ist es zu dieser Doppelspitze gekommen?

Tanja Peter:

Diese Doppelspitze kam nicht von ungefähr. Es gab bereits ein Pilotprojekt namens „Frauen in Führung“, welches wir beide mit anderen Kolleginnen aus dem Unternehmen begleiten durften. Im Rahmen dieses Projekts wurde auch auf verschiedene Führungsmodelle und deren Vorteile eingegangen. Außerdem gab es bereits zwei Kolleginnen aus dem Controlling, die Vorreiter in Sachen gemeinsame Abeiteilungsführung waren. Die beiden haben uns den Weg geebnet und gezeigt, dass dies gut funktionieren kann. Auch in unserer Konstellation gab es viele Überschneidungen und ein Zusammenschluss unserer Abteilungen - Marketing Services und Unternehmenskommunikation - lagen auf der Hand. Verena erkannte diese Synergien und hat den Stein ins Rollen gebracht. So erhielt ich eines Samstag Nachmittag per WhatsApp ein handschriftlich aufgezeichnetes Organigramm mit der Frage: Was hältst Du davon? Zunächst war ich sehr überrascht, denn damit habe ich zu diesem Zeitpunkt nicht gerechnet. Über das Wochenende habe ich intensiv über den Vorschlag von Verena nachgedacht und die Freude auf eine gemeinsame Abteilungsführung hat mich nicht mehr losgelassen.

Verena Wilms:

Unser Entschluss stand fest, uns weiter zu orientieren und mit doppelter Frauenpower unseren Karriereweg weiter zu gehen. Wir erarbeiteten eine Entscheidungsgrundlage für unseren Chef und zukünftigen Vorstand, Beat Ludin. Ich habe ihm diese Idee in einem persönlichen Gespräch präsentiert und die Vorteile sowie den Nutzen für das Unternehmen aufgezeigt. Herr Ludin war gleich sehr offen für unser Projekt „Doppelspitze“  und nahm unseren Vorschlag auf die Agenda des nächsten Vorstandsmeetings. Nach ca. 2 Wochen hatten wir die Zusage. Das war natürlich ein großer Vertrauensbeweis, der uns extrem angespornt hat, gleich die ersten Maßnahmen einzuleiten.

 

Was trägt Ihrer Meinung nach maßgeblich zum Gelingen des Modells bei?

Verena Wilms:

Wenn sich zwei Mitarbeiter eine Stelle teilen, dann hat man in der Summe auch mehr Kompetenz, zwei Blickwinkel und damit in der Regel mehr Kreativität und mehr Inspiration. Das wir uns gut verstehen und auch perfekt ergänzen, lässt uns noch produktiver und motivierter agieren.

Tanja Peter:

Dem kann ich nur zustimmen. Wir stehen als Doppelspitze nicht nur auf dem Blatt Papier, sondern wir leben diese auch. Durch unsere unterschiedlichen Ausprägungen greift ein Rädchen perfekt in das andere und was die eine nicht so gut kann, gleicht die andere aus. Das ist einfach perfekt und wir wachsen täglich an unseren Aufgaben. Darüber hinaus sehen wir uns als Sparringspartner und entwickeln uns gegenseitig weiter.

 

Wo sehen Sie die Vorteile der Aufgabenteilung?

Tanja Peter:

Zunächst einmal sind wir zu 100% davon überzeugt, dass unser Führungsmodell in die heutige Zeit passt und wir damit die Unternehmenskultur der Uzin Utz AG unterstreichen. Wir sind ein lebhaftes Gespann und durch unsere jeweilige Fachkompetenz führen wir Lösungen schneller herbei und setzen diese um. Außerdem profitieren wir auch von den – wenn auch teilweise unterschiedlichen – Ideen voneinander. Und, wir sind nie allein mit unseren Sorgen und Herausforderungen.

Verena Wilms:

Fachlich gibt es schon eine Aufteilung unserer Aufgaben. Dennoch führen wir beide das Team in professioneller Abstimmung - mit einer enormen Effizienz. Außerdem fungieren wir quasi auch gegenseitig als Berater bei schwierigeren Entscheidungsfindungen. Dies ist ein deutlicher Mehrwert im Vergleich dazu, wenn die Stelle nur mit einer Person besetzt wäre. Unser Team hat immer einen Ansprechpartner und zeitliche Verzögerungen durch Urlaub und Abwesenheit, stellen sich quasi gar nicht ein. Auch für mich persönlich ist es ein gutes Gefühl. eine kompetente Vertretung zu haben.

 

Was sind Ihrer Meinung nach die Herausforderungen in einem solchen Modell? Entsteht ein Mehraufwand durch intensive Abstimmungen?

Verena Wilms:

Bei manchen Themen müssen wir uns zu einer gemeinsamen Haltung gegenüber den Mitarbeitern abstimmen. Teilweise ist dies vergleichbar mit einem Ehepaar zu seinen Kindern. Dies bedarf natürlich ein wenig Zeit. Aber dadurch, dass wir uns das Büro teilen, ist der Informationsfluss immer gegeben und extra Sitzungen etc. zum Austausch sind bei uns nicht erforderlich. Die Befürchtung, dass durch die doppelte Führung ein Mehraufwand entsteht, können wir nach dieser Zeit widerlegen. Diese Hürde existiert nur in manchen Köpfen. Wir regeln alles untereinander und das funktioniert perfekt.

Tanja Peter:

„Blindes“ Vertrauen und Verständnis verstehen sich bei uns von selbst. Wir werden als Einheit und Team wahrgenommen. Sollte es einmal Meinungsverschiedenheiten geben, lassen wir diese nicht nach außen dringen. Nach außen treten wir beide mit einer Stimme auf. Wäre dies nicht der Fall, würden wir Gefahr laufen, von Kolleginnen und Kollegen, Kunden oder Geschäftspartnern gegeneinander ausgespielt zu werden.

 

Sie führen ein Team von 12 Mitarbeitern, woher weiß der Einzelne auf wen von Ihnen beiden er zugehen muss? / Wo ist die Abgrenzung Ihrer Aufgaben im Vergleich zu Ihrer Partnerin?

Verena Wilms:

Je nach Aufgabengebiet gibt es eine klare Verteilung der Verantwortlichkeiten. Unsere Kolleginnen und Kollegen wissen natürlich ganz genau, wer für welche Aufgabenstellung zuständig ist. Dennoch sind wir aber beide immer für alle Themen ansprechbar und entscheidungsberechtigt, sollte der andere einmal nicht da sein.

Tanja Peter:

Wir pflegen eine sehr persönliche und offene Beziehung zu allen. Insofern können sie unsere Stärken und Schwächen ganz gut einschätzen und haben immer einen kompetenten Ansprechpartner.

 

Wie ist die Akzeptanz im Unternehmen für diese Doppelspitze?

Tanja Peter:

Es gab sicher zu Beginn Kolleginnen und Kollegen, die der Sache mit einer gewissen Skepsis gegenüber standen. Natürlich birgt die Teilung von Führung alle Chancen und Risiken, die auch aus der Teamarbeit bekannt sind. Wir müssen harmonieren, sonst stimmt das Ergebnis nicht. Da wir das tun, wird unser Führungsmodell zwischenzeitlich voll und ganz akzeptiert.

Verena Wilms:

Wir sehen uns als Vorbild für andere Kolleginnen und Kollegen und können andere nur ermutigen. Gerade im Hinblick auf Vereinbarkeit von Beruf und Familie könnte unser Modell auch für andere interessant werden.  

 

Geht es in Ihren Gesprächen auch um Nagellack und Schuhe?

Tanja Peter:

Natürlich! Auch wenn ich mit meiner Antwort ein gewisses Klischee über Frauen in Führungspositionen bediene. Sind wir zu feminin, gelten wir schnell als zu sanft und zu wenig belastbar. Treten wir zu tough auf, werden wir als zickig wahrgenommen.

Verena Wilms:

Man kann es also nie jedem Recht machen. Warum sollten wir also nicht auch mal über die schönen Dinge im Leben sprechen, Männer unterhalten sich doch auch über Fußball und Autos.

Uwe Ritter, Bereichsleiter Betrieb & Logistik

Was machen Sie, was sind Ihre Aufgaben, und wie lange sind Sie dabei?

Ich bin seit genau 20 Jahren im Unternehmen. Derzeit bin ich verantwortlich für die Bereichsleitung Betrieb und Logistik. Das beinhaltet die Produktion, die Materialwirtschaft, die Projektierung, die Instandhaltung und die Distributionslogistik bis hin zum Kunden. Wir sind insgesamt an die 90 Mitarbeiter in meinem Team, Produktionsmitarbeiter, Abteilungsleiter und Akademiker. 

Wie führen Sie so einen großen und heterogenen Bereich?

Ich schaffe Strukturen, in denen die Abteilungsleiter ihre Abteilungen auch wirklich leiten und führen können. Dazu führe ich regelmäßige Gespräche mit den Abteilungsleitern und bei Bedarf auch Einzelgespräche mit den Mitarbeitern. Wir definieren klare Zielvereinbarungen und halten im Nachgang Revisionen ab, ob die Ziele auch wirklich erreicht worden sind. Wenn sich die Zielerreichung in die gewünschte Richtung entwickelt, gebe ich viel Freiraum, wobei der eine mehr und der andere weniger Freiraum benötigt. Ich muss als Führungspersönlichkeit genau erkennen können, wer wie viel Ansprache braucht. Ich habe 5 Abteilungen in meinem Bereich. Wir haben Wochenbesprechungen mit den Abteilungsleitern, in denen Ergebnisse vorgetragen und Schwerpunktmaßnahmen, die ich mit beeinflussen kann, festgelegt werden. Ansonsten sind die Abteilungen ziemlich autark in ihren Entscheidungen und in ihren Wegen. 

Was kennzeichnet eine Führungspersönlichkeit?

Eine Führungspersönlichkeit muss Menschen verstehen können. Ich tue mich leichter, wenn man die emotionalen Seiten der Menschen deuten kann und nicht als Gefahr sehe. Man muss Freiräume lassen, aber klare Ziele vorgeben und die Rahmenbedingungen schaffen, in denen sich die Mitarbeiter auch entwickeln können. Dann ist ein Bereich in sich gut strukturiert und geführt. Wir haben einen Ehrenkodex für den Bereich Betrieb und Logistik aufgestellt, der festlegt, wie wir kommunizieren und wie wir mit Konflikten umgehen. Als Führungspersönlichkeit sehe ich es nicht in erster Linie als eine Aufgabe, Mitarbeiter zu motivieren, denn es sind ja eigenverantwortliche autarke Persönlichkeiten, sondern ich muss umgekehrt Demotivation vermeiden. 

Wie ist Ihr Werdegang?

Ich habe ein Studium zum Diplomkaufmann absolviert und bei einem Großkonzern als Trainee begonnen. In 6-7 verschiedenen Führungsgesellschaften habe ich dort die Grundsätze der Materialwirtschaft kennenlernen dürfen, dann aber festgestellt, dass der Großkonzern nicht mein Ding ist. Ich brauche einen Unternehmer der auch unternimmt und keine Hierarchie, in der ich ewig lang brauche, bis ich mal etwas bewegen kann. 1991 bin ich dann als Assistent von Herrn Dr. Utz in die Firma eingestiegen. Das war eine unwahrscheinlich sinnbringende Zeit für mich. Der erste feste Einsatz war dann die Leitung der Materialwirtschaft. Dazu kam die Fertigwarenlagerung und die Distribution. Parallel habe ich Projektarbeit gemacht, der Neubau Werk 2 war mein erstes Projekt. Ein weiteres Projekt war die Umstellung der Montagesteuerung bei Wolff. Wir haben in Vaihingen das Kanban System als Montagesteuerung zwischen Montage und Teilfertigung eingeführt, sehr spannend. Und jetzt verantworte ich die Leitung und Restrukturierung Betrieb, Logistik und Produktion Werk 1 und Werk 2.

Was schätzen Sie an Uzin Utz, warum sind Sie so lange dabei?

Es macht mir Spaß hier, die Firma bietet eine Sicherheit, die ich im Großkonzern so nicht kennenlernen konnte. Ich schätze die Art wie der Unternehmer und Vorstand mit den Mitarbeitern umgeht. Ich schätze wie klar strukturiert mit Zielvorgaben und klarem Budget hier Projekte umgesetzt werden, dabei aber die Entscheidungskompetenz beim Mitarbeiter gelassen wird. Das macht richtig Spaß. 

Was schätzen Sie an den Mitarbeitern?

Ich schätze die zunehmende Bereitschaft Veränderungen mitzutragen und sich mit einzubringen. Und das schöne Erlebnis, dass auch in einem gewerblichen Bereich, die Motivation und die Eigenverantwortung sehr groß ist. Die Mitarbeiter liefern richtig gute Ergebnisse, wenn man die Rahmenbedingungen definiert aber sie sonst sich selbst mit einbringen lässt.

Was würden Sie jemanden sagen, der bei der Uzin Utz AG anfangen möchte und welche Fähigkeiten sollte dieser mitbringen?

Ich würde niemanden motivieren wollen, denn ich gehe davon aus, dass es Spaß macht an guten Ergebnissen teilhaben zu können, die man selbst mit erbringt. Das Wichtigste ist eine kritische Neugier, das man sich mit einbringt und sein Potential der Firma auch wirklich zur Verfügung stellt. Man braucht Eigeninitiative, aber in die richtige Richtung. Denn wichtig ist nicht die Dynamik alleine, sondern dass man auch zuhören kann. Projekte startet man, in dem man erst einmal seinen Standpunkt analysiert und überlegt und nicht überstürzt „dynamisch“ handelt. Die Dynamik kommt durch eine zielorientierte Struktur. Man muss genau wissen, in welche Richtung man gehen will. Und das Wichtigste überhaupt ist, dass man eigenverantwortlich zeigen möchte: „Mensch ich hab's drauf, gib mir die Rahmenbedingungen und ich zeig's Dir“. Das habe ich selber so kennengelernt und das erwarte ich auch von den Leistungsträgern. 

 


Das Interview wurde im Jahr 2011 geführt. Inzwischen ist Herr Ritter Bereichsleiter Betrieb & Logistik und Leiter Projektmanagement.

Jürgen Walter, Verkaufsleiter Baden-Württemberg

Was machen Sie, was sind Ihre Aufgaben, und wie lange sind Sie dabei?

Ich arbeite als Verkaufsleiter in Baden-Württemberg im Bereich Boden für die Marken Uzin, Wolff und RZ. Zusätzlich betreue ich switchTec Produkte und bin Key-Accounter für den Bereich UFloor-Systems. Das ist also eine ganz schöne Bandbreite, die meinen Job aber extrem spannend und interessant macht. Man kann immer unterschiedliche Zielgruppen ansprechen: die Architekten, auf die ich eher im Bereich UFloor-Systems treffe und auf Handwerker sowie Grosshändler als Verkaufsleiter. Ich habe 2003 bei der Siga Floor AG angefangen und bin mit der Übernahme zur Uzin Utz AG gekommen was für mich ein großer Zugewinn war.

Welche Unterschiede sehen Sie zwischen den Zielgruppen?

Der Unterschied ist eigentlich sehr klar über den Nutzen definiert. Einen Architekten interessiert es nicht so sehr, ob eine Spachtelmasse einen guten Verlauf hat und beim Anrühren nicht verklumpt. Sondern ihm geht es eher um Ökologie und Nachhaltigkeit und darum, die Wertschöpfungskette komplett mit Sicherheit und Qualität zu belegen. Für einen Architekten muss man auch Dienstleitungen mit anbieten, die ihm das Leben im Bereich Ausschreibungstexte, Vorplanung und Bauzeitenplanung erleichtern. Bei einem Handwerker geht es eher um die Qualität der Produkte, technische Betreuung auf der Baustelle sowie Logistik und das Preis-Leistungsverhältnis.

Wie sieht Ihr Alltag aus?

Mein Alltag besteht aus vielen unterschiedlichen Aufgaben. Ich besuche gemeinsam mit meinem Team zum Beispiel Bestandskunden sowie akquirieren wir Neukunden. Diese Nähe zum Kunden ist mir wichtig um die wesentlichen Dinge nicht aus dem Auge zu verlieren. Gleichzeitig gehören aber auch administrative Aufgaben zu meiner Tätigkeit die ich aus dem Homeoffice erledige. Dazu gehören beispielweise die Planung von Schulungen, Kundenevents oder Verkaufsaktionen. Wichtig ist natürlich auch die Überprüfung der Ziele für den Vertrieb und die Gespräche mit meinen Mitarbeitern wie wir diese gemeinsam erreichen.

Wie groß ist Ihr Team?

Wir sind ein Team aus Fachberatern und Technikern. Als direkter Vorgesetzter bin ich für 6 Vertriebsmitarbeiter verantwortlich dazu kommen noch 3 Techniker im Außendienst. Somit bilden wir eine kleine Einheit im großen Ganzen bei der Uzin Utz AG.

Was erwarten Sie von Ihren Team-Mitgliedern?

Von meinen Team-Mitgliedern erwarte ich, dass sie gemeinsam für unsere Ziele Leidenschaft und Einsatz bringen. Ich erwarte, dass sie sich voll einsetzen, und auch öfter mal Dinge hinterfragen und Kritik und Verbesserungsvorschläge mit einbringen. Jeder sieht den Markt anders und jeder spricht anders mit seinen Kunden und man muss dafür sorgen, dass die ein oder andere wertvolle Idee vom Markt oder Mitarbeiter in die Firma hineingetragen wird. Diesen Dialog schätze ich stark und den erwarte ich auch von den Mitarbeitern. Ich möchte nicht, dass einer nur stur nach vorne rennt, sondern eben auch mal überlegt, warum und weshalb man Dinge tut und ob es gut ist.

Welche Perspektiven haben sich für Sie im Laufe der Zeit eröffnet?

Ich habe als normaler Außendienstmitarbeiter für den switchTec Bereich angefangen und bin über eine Key-Account-Stelle in diesem Bereich in eine Projektgruppe für das Thema Architekten und Planung zu UFloor gekommen. Der nächste Schritt in die Verkaufsleitung war für mich ein großer Vertrauensbeweis und zugleich eine Herausforderung. Ich bin gelernter Raumausstatter-Meister und habe früher selbst UZIN Produkte verarbeitet. Das war ein toller Weg für mich, vom Raumausstatter in die Verantwortung für den Verkauf zu gehen.

Wie frei sind Sie in der Gestaltung Ihrer Arbeit?

Ich bin frei in meiner Ausgestaltung. Es gibt natürlich immer ein großes definiertes Ziel, aber die Schritte dahin kann ich selber wählen. Ich kann initiativ herangehen und die Planung der Neukundengewinnung oder Großkundenpflege individuell gestalten. Aber natürlich muss ich auch mal Feuerwehr spielen wenn es kaufmännische oder technische Probleme gibt.

Was schätzen Sie an der Uzin Utz AG als Arbeitgeber?

Ich schätze die Unternehmenskultur da hier der Mitarbeiter wirklich im Fokus steht. Wir sind ein menschliches Unternehmen was auf Werten aufgebaut ist und auch so geführt wird. Es macht einfach Spaß hier Teil eines großen Ganzen zu sein, sich einzubringen und etwas zu bewegen. 

 

Das Interview wurde im Jahr 2012 geführt. Inzwischen ist Herr Walter Head of Business Unit UZIN national.

 

 

 

Sina Schmid, Abteilungsleiterin Kundenservice

Seit wann sind Sie bei der Uzin Utz AG und in welcher Funktion sind Sie tätig?

Ich bin seit 2005 im Unternehmen und leite die Abteilung Kundenservice Inland.

Was ist Ihr Aufgabengebiet? Für welche Marke arbeiten Sie?

Ich bin Abteilungsleiterin vom Kundenservice und habe ein sehr engagiertes Team mit 11 Mitarbeitern. Wir betreuen die Kunden der Marken UZIN, codex, WOLFF und RZ. Wichtig hierbei ist die Betreuung eines eigenen fest definierten Kundengebietes, um eine gute Kundenbindung aufbauen zu können. Mein Gebiet umfasst dabei einige Teile Niedersachsens, die Türkei sowie die Vereinigten Arabischen Emirate. Ein großer Teil meiner Arbeit beinhaltet die Projektarbeit und die stetige Optimierung unseres Bereiches. Ich finde das Motto, „Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein.“ (Philip Rosenthal) sehr treffend.

Wie ist Ihr Werdegang? Warum diese Aufgabe?

Mit dem Eintritt in die Uzin Utz AG begann ich meine Ausbildung zur Industriekauffrau für internationales Wirtschaftsmanagement und wurde anschließend in den Kundenservice übernommen. Relativ schnell bekam ich die Chance, stellvertretend die Abteilungsleitung zu übernehmen. Als unsere damalige Abteilungsleiterin in die Bereichsleitung aufstieg, habe ich 2011 die Leitung des Kundenservice Deutschland übernommen.

Und was macht Ihnen besonders Freude an Ihrer Tätigkeit?

Die Führung eines sehr motivierten Teams und dessen Weiterentwicklung bereiten mir große Freude – und gemeinsam mit diesem Team unsere Kunden zufriedenzustellen. Ganz besonders toll ist es, wenn wir einem Kunden in Problemsituationen weiterhelfen und dadurch begeistern können. Darüber hinaus ist es spannend, Prozesse zu optimieren und Projekte voranzutreiben. Meine Tätigkeit ist durch und durch abwechslungsreich.

Was bedeutet es Führungskraft zu sein?

Als Führungskraft sollte man sich immer bewusst sein, dass man eine Vorbildfunktion inne hat. Dazu gehört auch, sich seine eigenen Werte in Übereinstimmung mit den Unternehmenswerten und Vorstellungen bewusst zu machen, danach zu leben und weiterzugeben. Es ist wichtig, gute Rahmenbedingungen und Strukturen für seinen Bereich zu schaffen, so dass jeder Mitarbeiter eigenverantwortlich handeln und sich weiterentwickeln kann. So definiere ich in einem Workshop gemeinsam mit meinem Team Ziele, an denen wir im Laufe des Jahres arbeiten.

Darüber hinaus erfordert Führung auch situatives Handeln und Verständnis für die unterschiedlichen Charaktere im Team. Ganz wichtig finde ich eine offene Kommunikation.

Als Führungskraft sollte man nicht nur seinen eigenen Bereich im Fokus haben, sondern zum Beispiel bei Prozessoptimierungen abteilungsübergreifend denken, Schnittstellen berücksichtigen und einbeziehen.

Was macht das Arbeiten bei der Uzin Utz AG für Sie so besonders?

Das sehr gute Betriebsklima sowie ein sehr kollegialer und respektvoller Umgang untereinander machen das Arbeiten so besonders. Wertschätzung wird bei der Uzin Utz AG wahrlich gelebt! Man merkt, dass der Mitarbeiter im Fokus steht.

Es ist sehr schön, ein Teil dieses erfolgreich geführten Familienunternehmens zu sein.

Darüber hinaus finde ich die Weiterentwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens einfach super.

 

Das Interview wurde im Jahr 2012 geführt. Inzwischen ist Frau Schmid Abteilungsleiterin Kundenservice Inland & Export.